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VTV Mundenheim sind Außenseiter in der Dritten Bundesliga - Mit drei Neuverpflichtungen den Ligaverbleib schaffen
Von volker endres
LUDWIGSHAFEN. Mit dreieinhalb Zugängen starten die VTV Mundenheim in das Abenteuer Dritte Handball-Bundesliga. Neben Sascha Hanke (HG Oftersheim/Schwetzingen) und Manuel Nessel (TSV Iggelheim) soll der 19 Jahre alte Daniel Frank aus Hockenheim mithelfen, den Klassenverbleib zu schaffen. Marco Tremmel spielt seit Dezember für die VTV. Der Mann von der TSG Haßloch geht in seine erste komplette Runde mit Mundenheim.
„Wir sind personell gut aufgestellt, allerdings fehlt es uns für die Dritte Liga vor allem im körperlichen Bereich", sagt VTV-Trainer Marcus Muth. Er hatte die Abgänge von Benjamin Treiber und Daniel Lanninger (beide zum Ligakonkurrenten TV Hochdorf) sowie das Karriereende von Patrick Horlacher zu verkraften. „Vor allem Lanninger tut uns weh", räumt Muth ein und bezeichnet seine Mannschaft im Vergleich zu den anderen Drittligisten als „Grünschnäbel und physisch unterlegen".
Immerhin wurde Horlachers Stelle mit dem erfahrenen Sascha Hanke besetzt. Der 26-Jährige stand auch schon im Zweitligakader der TSG Friesenheim und soll nicht nur der Abwehr Stabilität verleihen, sondern ist auch am Kreis eine Option. „Es ist für mich eine Herausforderung, in Mundenheim eine Führungsrolle zu übernehmen", sagt Hanke. Schon am Trikot wird dabei deutlich, dass er in Horlachers Fußstapfen treten soll. Er trägt in der Vorbereitung die Rückennummer 10, jahrelang das Markenzeichen des VTV-Urgesteins. „Aber nur so lange, bis die neuen Trikots da sind. Meine Nummer ist die 19 und die übernehme ich auch hier", verrät Hanke. Er hat einen weiteren Vorteil: „Von der Zeit in Schwetzingen kenne ich die Gegner der Regionalliga Süd. Es wird zwar nicht leicht, aber ich glaube, dass wir eine Chance haben, auch in der Dritten Liga zu bestehen", meint er.
Völliges Neuland betritt hingegen Manuel Nessel. Er hatte sein Wort schon zu Beginn der Rückrunde gegeben. „Es hat für mich dabei keine Rolle gespielt, in welcher Spielklasse ich antreten werde, aber der Sprung zwei Klassen nach oben ist schon eine Herausforderung", sagt der Ex-Pfalzliga-Spieler. Sein erstes Ziel ist jedoch nicht der Klassenverbleib, sondern fitzuwerden. Ausgerechnet im „Ablösespiel" beim TSV Iggelheim brach sich Nessel die rechte Mittelhand. Auch wenn es nicht die Wurfhand traf, fällt der Rechtsaußen damit für die komplette Vorbereitung aus. „Ich wäre gerne Anfang September gegen Konstanz dabei", hat er die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Auch Muth hofft auf den 19-Jährigen. „Er ist ein riesiges Talent auf Rechtsaußen, bringt ein tolles Schussrepertoire mit und ist schnell. Es fehlt ihm nur etwas an der Taktik. Deshalb ist es sehr schade, dass er aktuell nicht am Mannschaftstraining teilnehmen kann."
Ein weiterer 19-Jähriger kam in Daniel Frank aus der A-Jugend der HG Oftersheim/Schwetzingen zu den VTV. Bruder Tobias spielt schon seit 2006 in Mundenheim. „Ein sehr schneller und aggressiver Abwehrspieler, aber seine Quote im Angriff stimmt noch nicht. Er muss sich wohl erst noch auf die stärkeren Torleute einstellen", charakterisiert Muth seinen dritten „echten" Neuen. Einen „unechten" hat er nämlich auch noch im Kader: Marco Tremmel verstärkt den Drittligisten bereits seit der Rückrunde der Vorsaison. „Ich fühle mich in der Mannschaft richtig gut aufgehoben und fühle mich eigentlich nicht als Neuzugang", sagt der 28-Jährige aus Waldsee. Auf ihn wird es unter anderem ankommen: „Marco war letzte Saison ein wichtiger Baustein für den Sprung in Liga drei. Ich glaube, dass wir weiter viel Spaß an ihm haben werden, und vielleicht gelingt uns ja mit ihm auch in diesem Jahr eine Sensation", sagt Muth.

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Ludwigshafener Rundschau
Ausgabe: Nr.189
Datum: Dienstag, den 17. August 2010
Seite: Nr.19
"Deep-Link"-Referenznummer: '6693595'
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