Mundenheim marschiert durch Drucken E-Mail


 
VTV-Damen werden mit 44:0 Punkten Meister und setzen sich auch in Aufstiegsspielen durch
 

Von Mario Hollstein
 

Ludwigshafen.
Der Saisonrückblick in der  Handball-Frauen-Pfalzliga fällt unterschiedlich aus für die Mannschaften aus Ludwigshafen und dem Rhein-Pfalz-Kreis. Überragend spielten die Frauen der VTV Mundenheim. Ohne Verlustpunkt wurden die VTV Meister und setzten sich dann noch in den Aufstiegsspielen in die Oberliga durch. Der TV Schifferstadt, die TSG Mutterstadt und der TV Edigheim kamen über Mittelfeldplätze nicht hinaus. Der TV Ruchheim II stieg als Tabellenletzter in die Verbandsliga ab.
 

Über die Frauen der VTV Mundenheim wurde in den zurückliegenden Monaten viel Positives berichtet. Zunächst wurde die Mannschaft von Trainer Björn Horlacher souverän mit 44:0 Punkten Meister in der Pfalzliga. Dann folgte in den beiden Aufstiegspielen gegen den FSV Mainz 05 (32:27, 22:26) der erhoffte Aufstieg in die Oberliga. Auch die Angriffsleistung der VTV-Frauen war mit 603 erzielten Toren die mit Abstand beste der Liga. Nur in der Abwehr belegte Mundenheim den vierten Platz. Mundenheim spielte eine durchaus blendende Saison mit nur ganz wenig Schatten.
 

Über Jahre hinweg trainierte Werner Kunt die Frauen des TV Schifferstadt. Kurz vor Ende der Saison gab Kunt das Amt an seinen Co-Trainer und Schwiegersohn Markus Otterstätter weiter. Der Neue wird die TV-Frauen auch in der nächsten Saison betreuen. Gleich mehrere Gründe nennt Otterstätter, warum Schifferstadt nur eine durchschnittliche Runde absolvierte. Dazu gehört das Verletzungspech, das immer wieder zuschlug. „Fast nie konnten wir mit unserer stärksten Mannschaften spielen", klagte Otterstätter. Dadurch blieb die eigene Mannschaft hinter den eigentlichen Erwartungen zurück. Mit 24:20 Punkten belegte Schifferstadt den sechsten Platz. Bei nur 381 Gegentoren steht der TVS sogar auf dem zweiten Platz - eine Spitzenabwehrleistung bescheinigt auch Trainer Otterstätter seiner Mannschaft. Das ist ein Verdienst des ehemaligen Trainer Werner Kunt.
 

„Es hätten durchaus ein paar Punkte mehr sein können", blickt Abteilungsleiter Frank-Michael Koob auf eine mittelmäßige Spielrunde der TSG Mutterstadt zurück. Zunächst gingen die TSG-Frauen mit Jutta Bilek in die Spielrunde. Aber nach nur wenigen Spielen gab Jutta Bilek ihr Traineramt bei der TSG Mutterstadt wieder ab. Daniela Engelmann übernahm. Für die bisherige Spielerin war das kein einfaches Amt. Mit 22:22 Punkten war die Ausbeute am Ende zwar ausgeglichen, aber so richtig zufrieden sein konnte bei der TSG am Ende eigentlich niemand. Auf dem siebten Platz beendete Mutterstadt die Saison. Als neuer Trainer wurde Klaus Hilsendegen verpflichtet. Dieser übernimmt eine durchaus intakte Mannschaft, die sicherlich mehr kann.
 

„Wir haben unsere eigentlichen spielerischen Möglichkeiten nicht ausgeschöpft", sagte Willi Thomas, Trainer des TV Edigheim. Er musste einige Abstriche in dieser Saison machen. „Wir haben einfach keinen Lauf bekommen", erlebte Trainer Thomas immer wieder ein Auf und Ab seiner Mannschaft. Auch musste der TV-Trainer immer wieder auf Spielerinnen verzichten. Edigheim verlor gegen Teams, die spielerisch nicht stärker waren als die TV-Frauen. Am Ende der Runde gab es doch noch einen Lauf. Edigheim holte 7:1 Punkte. Damit wurde das Punktekonto auf 18:26 hochgeschraubt. Mit dem Abstieg hatte Edigheim zwar nichts zu tun, aber mit dem neunten Platz konnte Trainer Thomas nicht zufrieden sein. Stark war beim TV Edigheim die Abwehrleistung - immerhin wurden nur 369 Gegentore kassiert. Damit steht Edigheim ganz oben in der Tabelle. Willi Thomas wird die TV-Frauen auch in der nächsten Runde trainieren.
 

Abgeschlagen auf dem letzten Platz muss der TV Ruchheim II den Weg in die Verbandsliga antreten. Magere 1:43 Punkte holte Ruchheim II mit Trainerin Syliva Langhorst. „Die Spiele waren oft gut, aber es reichte einfach nicht aus, um am Ende als Sieger vom Spielfeld zu gehen", sagte Langhorst und musste mitansehen, wie wie ihre Mannschaft immer wieder unnötige Punkte abgab. „Mit Beginn der Rückrunde wurde deutlich, dass wir absteigen", sagte Langhorst. Sie versuchte zwar alles, um wenigstens einen Sieg zu holen, aber dieses kleine Erfolgserlebnis blieb der Mannschaft verwehrt. Langhorst haderte mit der schwachen Torausbeute. Genau das war für die TVR-Trainerin ein entscheidender Grund, warum Ruchheim II in die Verbandsliga absteigt. Der Abstieg soll aber als Neuanfang genutzt werden - mit Langhorst als Trainerin.



Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Ludwigshafener Rundschau
Ausgabe: Nr.154
Datum: Mittwoch, den 07. Juli 2010
Seite: Nr.20
"Deep-Link"-Referenznummer: '6550233'
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