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VTV Mundenheim trennen sich von Trainer Tremmel

Lokalsport

VTV Mundenheim trennen sich von Trainer Tremmel

Handball: Coach des Oberligisten muss zum Saisonende gehen – Andreas Reckenthäler von der TSG Friesenheim II wird Nachfolger

Von Volker Endres

Ludwigshafen. Elf Spieltage sind in der Handball-Oberliga gespielt. Bis zum Ende der Vorrunde stehen noch vier Spielrunden aus. Umso überraschender ist daher die Meldung der VTV Mundenheim, dass Marco Tremmel zum Saisonende als Trainer gehen muss. Tremmel hatte sein Amt erst zum Saisonbeginn angetreten.

Andreas Reckenthäler, aktuell Trainer von Liga-Konkurrent TSG Friesenheim II, wird ab Sommer 2018 auf der Mundenheimer Bank Platz nehmen, meldete die Spielbetriebs GmbH der Mundenheimer gestern. Es sei ein Fehlereingeständnis, räumte Thorsten Hauck, Sprecher der Mundenheimer Handball GmbH, außerdem ein. Immerhin war Reckenthäler bereits vor der Saison als möglicher Nachfolger von Patrick Horlacher im Gespräch. „Die Mannschaft hätte einen Impuls von außen gebraucht. Das haben wir nun korrigiert“, sagte Hauck. Zuletzt hatten die Mundenheimer 2012 mit Goran Japundza einen Trainer von außerhalb. Er löste den glücklosen Joachim Oest ab, der immerhin eine Saison überstand. Japundza hatte es nur drei Monate bei den VTV ausgehalten. Der Ur-Mundenheimer Patrick Horlacher übernahm schließlich und war bis vor der Saison in der Verantwortung.Sowohl die Entscheidung, aber auch der Zeitpunkt nach dem elften Spieltag hatten Tremmel überrascht, räumte dieser ein. „Wir haben aktuell acht unserer zehn Minuspunkte gegen die ersten Drei der Liga bekommen. Mir war bewusst, dass wir mit dieser Mannschaft zunächst einmal Geduld benötigen. Andere haben diese Geduld offenbar verloren“, kommentierte er. Zumindest den Zeitpunkt konnte Hauck erklären: „Wir beginnen jetzt die Gespräche mit der Mannschaft für die neue Saison und wollen damit bis Weihnachten durch sein. Die erste Frage, die wir dabei immer gestellt bekommen ist die nach dem Trainer.“ Die Verantwortlichen der Spielbetriebs-GmbH möchten damit früh ein Zeichen setzen und für eine hohe Planungssicherheit für alle Beteiligten sorgen. Fast für alle Beteiligten, denn die Gespräche mit Co-Trainer Stefan Wegerle stehen ebenso noch aus, wie eventuelle Vorstellungen Reckenthälers nach einem Torwarttrainer.

Tremmel habe die Nachricht gefasst aufgenommen, so Hauck und der 35-Jährige bestätigt: „Ich brenne jetzt darauf, die Runde gut zu Ende zu bringen. Ich will einen ordentlichen Abschied“, erklärte Tremmel, der seit acht Jahren als Spieler und spielender Co-Trainer bei den VTV mitwirkt. Seine Mannschaft spielt am Sonntag, 17 Uhr, bei der HSG Worms.

Und auch die anderen Oberligamannschaften müssen auswärts antreten. Los geht es am Samstag, 18 Uhr, für die Damen der VTV Mundenheim, die bei der TG Waldsee gefordert sind. Am Sonntag, 18 Uhr, spielen die Herren der TSG Friesenheim II hei der HSG Völklingen. Die Damen der TSG Friesenheim haben spielfrei.

10.11.2017

Quelle

Ausgabe Die Rheinpfalz Ludwigshafener Rundschau - Nr. 260
Datum Freitag, den 10. November 2017
Seite 22