Drucken

M1

Handball: VTV Mundenheim gewinnen 36:32

von Volker Endres

 Ludwigshafen. Mit einem 36:32 (19:16)-Erfolg über den TV 05 Mülheim schoben sich die Handballer der VTV Mundenheim auf den vierten Rang der Oberliga. Im Duell der beiden dominierenden Offensivreihen hatten die Gastgeber die besseren Waffen.

Der dritte Heimsieg der Mundenheimer in Serie trägt das Prädikat eines Arbeitssieges. Eines Sieges, der genau genommen sogar nur in Teilzeitarbeit errungen wurde. Denn während die VTV, dirigiert vom jungen Yannick Muth, in der Offensive brillierten und hier auch durchaus Laufbereitschaft zeigten, fehlte dieser Einsatzwille am eigenen Kreis fast völlig. Nur Torhüter Nico Klein und seinen 13 Paraden war es zu verdanken, dass sich die Mundenheimer einen Vier-Tore-Vorsprung herausspielten. Mit der einseitigen Leistung verbauten sich die Mundenheimer aber einen deutlicheren Erfolg.„Es ist klar: Wir müssen besser decken“, wusste auch VTV-Trainer Marco Tremmel um die fehlende Balance in seiner Mannschaft. Das zeigt alleine schon der Blick auf die Tabelle, in der die Mundenheimer die zweitlöchrigste Defensive der Liga aufweisen. Ein ungewohnter Anblick für langjährige Besucher des Mundenheimer Handballs. Tremmel weiß aber auch: „Wenn wir offensiv gut spielen, zeigen wir attraktiven und erfolgreichen Handball.“ Das ist gegen Mülheim mehr als einmal gelungen. In der Abwehr waren, unter den Augen von Ex-Trainer und Abwehrspezialist Patrick Horlacher von Kampfgeist und Spielfreude hingegen nur selten etwas zu sehen. „Wir hatten unter der Woche drei Trainingseinheiten mit der Abwehr als Schwerpunkt“, verriet Trainer Tremmel. Zu sehen war davon wenig.

Immerhin bestand auch die Verteidigung der Gäste vor allem aus Torhüter Tobias Zeller, der seine Mannschaft mit insgesamt 14 Paraden im Spiel hielt, das Torhüterduell damit knapp für sich entschied. Dabei profitierte er aber auch davon, dass die Mundenheimer auch hier mit mehr Spielwitz als Konzentration zu Werke gingen. Vier Gegenstöße, ein Siebenmeter und noch eine gute Handvoll freier Wurfchancen landeten nicht im Tor. „Wenn wir das etwas energischer ausspielen, schießen wir auch heute wieder über 40 Tore“, war Tremmel auch mit der Angriffsleistung nicht zu 100 Prozent zufrieden. 
So spielten sie

VTV Mundenheim: N. Klein, Hahn – Pönisch, Muth (6), Schleidweiler (6) – Binnes (2), Treiber (7) – Hanke (2) – Arentz (3), Doppler, Nagel (1), L. Klein (1), Dietz (7/3) Zeitstrafen: 4:4 – Siebenmeter: 4/3 – 7/6 – Beste Spieler: N. Klein, Treiber – Zelter, Schwenzer, Zerwas - Zuschauer: 120 – Schiedsrichter: Maul/Rausch (Bingen).env

 

Quelle

Ausgabe:  Die Rheinpfalz Ludwigshafener Rundschau - Nr. 246

Datum:      Montag, den 23. Oktober 2017

Seite:         19