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Die Damen der VTV Mundenheim dominieren Pfalzliga - 22 Spiele, 22 Siege - Nun zwei Aufstiegsspiele gegen Mainz
 
LUDWIGSHAFEN. Eine in jeder Hinsicht bemerkenswerte Saison krönten die  Handballerinnen der VTV Mundenheim mit dem Pfalzmeistertitel. 22 Spiele - 22 Siege so lautet die makellose Bilanz der Mundenheimerinnen, die mit 603 Treffern nicht nur fast 100 (98) Tore mehr als der zweitbeste Angriff der Spielklasse erzielten, sondern auch mit 404 Gegentreffern auch die zweitstärkste Abwehr der Pfalzliga stellten. Die Aufstiegsspiele zur Oberliga heute und am 29. Mai gegen FSV Mainz 05 II haben sich die VTV-Damen mehr als verdient.
 

Bemerkenswert ist die Saison der VTV aber auch aus einem ganz anderen Grund. Nach der einzigen Saisonniederlage, dem 31:33 im Achtelfinale des Pfalzpokals gegen Oberligist SG Ottersheim-Bellheim-Zeiskam, folgte die Ablösung von Trainer Patrick Horlacher. „Atmosphärische Störungen", nannten Patrick Horlacher und Bruder Björn als Grund für den zumindest ungewöhnlichen Schritt. In der Folge führte Björn Horlacher die Mannschaft weiter. „Im Nachhinein betrachtet war es vielleicht sogar ein Glücksfall, weil die Mannschaft erst danach richtig begriffen hat, dass sie nur gemeinsam etwas erreichen kann", sagt Björn und deutet damit an, dass es bis dahin trotz des sportlichen Erfolges in der Liga doch an einigen Ecken im Mannschaftsgefüge geknirscht hat. Immerhin bestand der Kader ja vor der Runde nicht nur aus der bestehenden Pfalzliga-Mannschaft, sondern auch aus fast der kompletten erfolgreichen Regionalliga-A-Jugend. Das waren zwei VTV-Gruppen, die erst nach dem Trainerwechsel wirklich zu einer Einheit wurden.
 

Dabei nennt Björn Horlacher die Größe des Kaders als einen der Pluspunkte der VTV. „Außerdem waren wir den anderen Mannschaften auch konditionell überlegen und hatten die besten Einzelspielerinnen", zählt er weiter auf. Heraus sprangen Siege mit bis zu 20 Toren Differenz und nur dreimal wurde es richtig eng: beim 33:31 gegen den TV Mutterstadt in der Vorrunde, sowie den beiden Saisonabschlussspielen gegen die TG Waldsee (23:22) und HF Göllheim-Eisenberg (17:16). „Dabei darf man die beiden letzten Spiele eigentlich dazurechnen. Da haben wir ohne A-Jugend gespielt", erklärte Horlacher. Und der Meistertitel stand ebenfalls schon längst fest.
 

Insgesamt zollt Horlacher seiner Mannschaft ein großes Lob: „Wir waren vor der Saison der klare Favorit. Uns hat der Wille ausgezeichnet, dieser Stellung auch gerecht zu werden." Dabei seien die Umstände gar nicht so klar gewesen, wie dies von außen erschien: „Lina Wild, Anne Wild und Katharina Hahn haben vergangenes Jahr schon bei den Damen gespielt, aber Sabine Winkelmann, Sophie Götz, Anja Wendler und Stefanie Katzdobler sind neu dazu gekommen. Dadurch hatten wir einen komplett neuen Rückraum", erklärt der Trainer.
 

Ganz zufrieden ist er aber nicht. „Teilweise haben uns in der Pfalzliga 15 Minuten Vollgas gereicht, um das Spiel zu entscheiden", bemängelt er.
 

In den beiden Aufstiegsspielen gegen Mainz fordert Horlacher mehr Konzentration, denn eines ist klar: Die Meisterschaft in der Pfalzliga ist für die VTV nur die halbe Miete: „Unser Ziel ist der Aufstieg in die Oberliga." Und dafür wollen die Mundenheimerinnen am Samstag um 19 Uhr im Schulzentrum Mundenheim mit einem Heimsieg den Grundstein legen, ehe es am 29. Mai zum Rückspiel nach Mainz geht.


 
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Ludwigshafener Rundschau
Ausgabe: Nr.117
Datum: Samstag, den 22. Mai 2010
Seite: Nr.19
"Deep-Link"-Referenznummer: '6413849'
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